Eva Bender: „Die Region muss der Wirtschaft und den Menschen Sicherheit und Perspektiven geben“
Bender legt Wirtschaftsplan für die Region Hannover vor – Unternehmen entlasten, industrielle Arbeitsplätze sichern, Beschäftigte qualifizieren und Investitionen beschleunigen
Hannover. Unternehmen entlasten, Arbeitsplätze sichern und Beschäftigten auch in Zeiten des wirtschaftlichen Wandels verlässliche Perspektiven geben: Mit diesen Zielen legt Eva Bender, SPD-Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin, ihren Wirtschaftsplan für die Region Hannover vor.
In den vergangenen Wochen hat Bender fast 40 Unternehmen in der Region besucht und sich mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Beschäftigten und Betriebsräten ausgetauscht.
„Die Veränderungen in unserer wirtschaftspolitischen Landschaft sind so radikal wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Darauf können wir nicht mit einem Weiter-so reagieren. Wir müssen klare Ziele definieren, Bürokratie dort reduzieren, wo sie Investitionen und Innovationen behindert, und gleichzeitig die Expertise aus Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis stärker nutzen. Deshalb will ich mit Experten-Labs zusätzliche externe Expertise in die Verwaltung holen“, erklärt Bender.
„Wenn wir über Wirtschaft sprechen, sprechen wir nicht nur über Unternehmen und Bilanzen. Wir sprechen über Menschen, Arbeitsplätze, Einkommen, Auszubildende und Familien. Eine starke Wirtschaft ist für mich deshalb kein Selbstzweck. Sie muss gute Arbeit und Sicherheit für die Menschen schaffen.“
Industriearbeitsplätze sichern und Transformation gestalten
Ein besonderer Schwerpunkt von Benders Wirtschaftsplan ist die Zukunft der Industrie in der Region Hannover. Die Entwicklungen bei Volkswagen zeigten, wie unmittelbar wirtschaftliche Entscheidungen Beschäftigte, Familien, Zulieferer und ganze Standorte betreffen.
„Hinter jedem Arbeitsplatz steht ein Mensch und meistens eine Familie. Deshalb ist für mich klar: Wir müssen um industrielle Wertschöpfung und gute Arbeitsplätze in unserer Region kämpfen. Transformation kann nur gelingen, wenn Unternehmen, Beschäftigte, Betriebsräte, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik sie gemeinsam gestalten.“
Bender will deshalb die industrielle Transformation aktiv begleiten und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze auch künftig in der Region bleiben. Dazu gehören Investitionen in Innovation und Digitalisierung ebenso wie die gezielte Qualifizierung von Beschäftigten.
Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen
Gleichzeitig will Bender Unternehmen dort entlasten, wo die Region selbst Handlungsmöglichkeiten hat. Genehmigungsverfahren sollen schneller, Verwaltungsabläufe digitaler und Förderangebote einfacher zugänglich werden. Für Baugenehmigungen nennt Bender sechs bis neun Monate als Zielmarke. Unternehmen, die investieren oder sich neu ansiedeln wollen, sollen zudem feste Ansprechpartner in der Verwaltung erhalten.
„Wenn ein Handwerksbetrieb seine Werkstatt erweitern will oder ein Unternehmen in einen neuen Standort investiert, darf die Verwaltung nicht zum Hindernis werden. Investitionen sichern bestehende Arbeitsplätze und schaffen neue. Deshalb müssen wir schneller und verlässlicher werden.“
Qualifizierung statt Arbeitsplatzverlust
Mit einem Qualifizierungspakt Region Hannover will Bender Unternehmen, Gewerkschaften, Betriebsräte, Kammern, Arbeitsagentur, Jobcenter, Berufsschulen und Weiterbildungsträger stärker zusammenbringen.
„Wer seit 20 oder 30 Jahren gute Arbeit leistet, darf bei der Transformation nicht plötzlich vor dem Nichts stehen. Weiterbildung muss beginnen, bevor Arbeitslosigkeit entsteht.“
Auch die berufliche Ausbildung will Bender stärker auf Zukunftsfelder wie Künstliche Intelligenz, Robotik, E-Mobilität, erneuerbare Energien und Green Tech ausrichten. Gleichzeitig soll bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende stärker in den Blick genommen werden.
Wirtschaftsförderung stärken und Region als Ganzes entwickeln
Die Wirtschaftsförderung will Bender besser bündeln und hannoverimpuls als zentralen Partner stärken. Gründungen, Innovationen und Ansiedlungen sollen ebenso unterstützt werden wie die Entwicklung bestehender Unternehmen. Davon sollen nicht nur die Landeshauptstadt, sondern alle 21 Kommunen der Region Hannover profitieren.
Auch die Gesundheitswirtschaft sieht Bender als wichtigen Zukunftsbereich: Krankenhäuser, Pflege, Medizintechnik und Forschung verbinden für sie Daseinsvorsorge, Beschäftigung und Innovation.
„Mein Ziel ist eine Region, in der Menschen einen sicheren Arbeitsplatz finden, junge Menschen eine Perspektive haben und Unternehmen investieren können. Wirtschaftspolitik muss am Ende bei den Menschen ankommen: durch gute Arbeit, sichere Einkommen und die Gewissheit, dass wir den Wandel gemeinsam gestalten.“